Archiv für Januar 2010

Norderney – Preiserhöhung auf der Fähre

Der aufmerksame Fährbenutzer auf dem Weg zur Insel Norderney hat es gemerkt: Statt der üblichen 2,70 Euro für den Becher Tee sind jetzt 3,- Euro zu zahlen. Nicht nur der Tee ist im Bordrestaurant der Frisia-Fähren teurer geworden. Grund für diese Preiserhöhung ist eine zum 1.1.2010 in Kraft getretene Gesetzsänderung. Während ganz Deutschland empört ist über die “ungerechte” Reduzierung der Mehrwertsteuer für Hotels, wurde an anderer Stelle relativ unbemerkt ein Steuerschlupfloch geschlossen. Diese Maßnahme hat Auswirkungen auf den Preisgefüge der Speise- und Getränkekarte  auf der Frisia Fähre:
Der Betreiber der Schiffsrestauration, die Schiffsrestauration Lützen GmbH und Co. KG hat ihren Sitz auf Helgoland. Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel gilt: keine Mehrwertsteuer für Lebensmittel oder auf alle sonstigen Produkte und Dienstleistungen. Die Schiffsrestauration hatte also bislang einen fast 20% Vorteil gegenüber alle anderen Gastronomen in Deutschland. Auf diesen Steuerkniff gekommen ist die Firma wahrscheinlich durch ihr Engagement im Helgolandverkehr –  Lützen betrieb die Bordrestauration auf dem Cat No.1, dem defizitären Hochgeschwindigkeitsschiff der Frisia, das bis Ende 2006 von Ostfriesland nach Helgoland fuhr. Der Firmensitz ist jetzt aber nicht mehr ausreichend, der Steuervorteil entfällt, weil die Fahrt von Norddeich nach Norderney oder Juist nichts mit Helgoland zu tun hat.
Deshalb wird seit kurzem auf der Rechnung der Frisia Fähren wieder die Mehrwersteuer, wie es in Deutschland üblich ist, ausgewiesen. Die Preiserhöhung beim Tee auf den “runden” Preis von 3,- Euro wird insbesondere das Kellnerpersonal der Fähre wenig begeistern, geht es doch in erster Linie zu Lasten Ihres Trinkgeldes.
Dieser Bericht wurde auf Blogger veröffentlicht und ist durch die Einstellung des FTP Uploads im April 2010 nun auf unserem WordPress Blog online. Verantwortlich für Text und Inhalt im Sinne des Pressegesetzes ist der Norderney-Zimmerservice, Hans Vollmer, Langestraße 4, 26548 Norderney, Telefon 04932/3371, norderney-zimmerservice@gmx.de

Suchwörter für diesen Artikel:

Tanzten nur einen Sommer

Wie jedes Jahr geben zum Ende der Saison oder kurz nach Silvester einige Unternehmer ihr Geschäft auf. Gründe hierfür sind oft der Ruhestand, auslaufende Mietverträge, Krankheit, mangelnde Einnahmen aber auch schlicht und ergreifend  - I N S O L VE N Z – .
Die Norderneyer schließen insgeheim bei Neueröffnungen Wetten ab, ob es sich um einen Fall von “er tanzte nur einen Sommer” handelt, oder ob der frischgebackene Inselgeschäftsmann auch das dritte Jahr bzw. die dritte Saison übersteht. Wer die dritte Saison übersteht und somit das Finanzamt und all die anderen Zahlungsempfänger befriedigt hat, der – so die allgemeine Einschätzung – schafft es auch weiterhin.
Jedes Jahr gibt es diese Geschäfte: mitten im Sommer klebt plötzlich ein Schild hinter der Scheibe “Wegen Krankheit geschlossen” “wegen Renovierung geschlossen” oder aber  tagelang “Ruhetag” oder “heute geschlossen”. Meist brodelt es in der Gerüchteküche schon vorher  und Spekulationen schießen ins Kraut, das Schild bringt die Gewissheit, denn niemand macht in der Saison auch nur einen Tag zu – ein guter Saisontag kann manchmal die Einnahmen des ganzen Novembers bedeuten.
So eine Insel ist halt klein, Vertrauen gibt es eigentlich nur gegenüber denen, die zusammen in der Schule gesessen haben. Ein Insulaner verlässt die Insel nicht so einfach, er würde zu viel zurücklassen. Es hat seinen Grund, dass es für einen Insulaner nur eine Rückfahrkarten am Hafen zu kaufen gibt.
Alle anderen können sich auch eine einfache Fahrkarte kaufen. So hat man schon Großinvestoren, Krankenhausdirektoren, Chefärzte, Stadtdirektoren, Hotelbesitzer, Restaurantbetreiber, Einzelhändler, Kurdirektoren usw. usw. fahren sehen. Manche blieben einen Sommer, manche mehrere, zurückgelassen haben Sie oft finanzielle oder menschliche Tragödien.
Der vergangene Sommer verlief touristisch und somit wirtschaftlich recht gut, weshalb die Fluktuation eher gering ausfiel. Das ehemalige Lüttje Café in der Knyphausenstraße hat den ganzen Sommer keinen Pächter gefunden – die Verdienstmöglichkeiten sind wahrscheinlich zu gering bei der geforderten Pacht.
In der Friedrichstraße hat das Wäschegeschäft Medebach geschlossen, zwei Häuser weiter war ein “Steineladen”, der ist nun auch zu. In der Poststraße hat es keine großen Veränderungen gegeben. Anfang des Jahres hat der GANT Laden zugemacht, im Frühjahr ist dort Hilfiger eingezogen.
In der Strandstraße bleibt alles beim Alten, ausser dass aus Plus Netto wird. Die ehemalige Zunftstube gegenüber der Grundschule hat im Dezember endlich Nachfolger gefunden. In der Winterstraße hat in den Räumen von der Pizza und der Kneipe bei Friedhelm ein Sommertänzer die Segel gestrichen. Das Hotel mit Kneipe und Restaurant Deichgraf hat wegen Insolenz zugemacht aber auch schon wieder einen neuen Pächter gefunden, der sein Glück versucht. Gegenüber liegt das Traditionslokal Nordseestuben, auch hier hat der Kampf um das finanzielle Überleben sein Ende gefunden.  Alle die anfang des letzten Jahres angezählt waren haben sich durch den Bombensommer wohl noch mal in die nächste Saison retten können, aber erste Wetten gibt es schon, wo in der Saison 2010 das erste Schild im Fenster auftaucht.
Dieser Bericht wurde auf Blogger veröffentlicht und ist durch die Einstellung des FTP Uploads im April 2010 nun auf unserem WordPress Blog online. Verantwortlich für Text und Inhalt im Sinne des Pressegesetzes ist der Norderney-Zimmerservice, Hans Vollmer, Langestraße 4, 26548 Norderney, Telefon 04932/3371, norderney-zimmerservice@gmx.de

Suchwörter für diesen Artikel:

Weiße Düne auf Norderney mit neuer Küche

Das Restaurant “Weisse Düne” im Inselosten von Norderney ist inzwischen für viele Gäste eine feste Adresse: Selten hat ein gastronomischer Betrieb so eingeschlagen. Innerhalb kürzester Zeit nach dem Umbau wurde der Betrieb förmlich von Gästen überrannt. Spaziergänger, Ausflügler und Sonnenhungrige sind froh, hier einen Sitzplatz zu ergattern und  - sei es auf der Terrasse, im Loungebereich oder an einem der Tische auszuspannen und zu genießen.
Weil auch die Karte sehr verlockend ist, gab es für die meisten Gäste kein langes Überlegen: Er sollte bestellt werden. Hier gab es in der Vergangenheit aber häufiger Mal eine bittere Enttäuschung – aus der Speisekarte könne man zur Zeit nichts anbieten, die Küche habe Ihre Auslastungsgrenze erreicht. Um dies zu ändern hat die Kurverwaltung Norderney als Verpächter reagiert . Sie investiert die stolze Summe von 120.000,- Euro, um die Küche des Restaurants “Weiße Düne” so zu erweitern, dass jeder Gast des Hauses auch mit Speisen bewirtet werden kann. Refinanziert wird diese Investition, so hoffen die Verantwortlichen, aus dem damit erzielten Mehrumsatz der wiederum die Pachteinnahmen kräftiger sprudeln lassen soll.
So oder so – die Gäste wird es freuen, dass dieses Kapitel der Vergangenheit angehört.
Dieser Bericht wurde auf Blogger veröffentlicht und ist durch die Einstellung des FTP Uploads im April 2010 nun auf unserem WordPress Blog online. Verantwortlich für Text und Inhalt im Sinne des Pressegesetzes ist der Norderney-Zimmerservice, Hans Vollmer, Langestraße 4, 26548 Norderney, Telefon 04932/3371, norderney-zimmerservice@gmx.de

Suchwörter für diesen Artikel:

Norderney ohne Strandreinigung im Winter

Auf Norderney ist durch die aktuelle Wetterlage zur Zeit keine Strandreinigung möglich. An der Wasserkante schichten sich Eisschollen auf, weshalb die Strandreinigungsmaschine dort nicht mehr fahren kann.
Das Sauberhalten des Strandes ist ein viel diskutiertes Thema auf der Insel. Bis vor 3 Jahren wurden die Badefelder und die angrenzenden Strandabschnitte von den Mitarbeitern der Kurverwaltung per Hand gereinigt. Mit großem Rechen und Schubkarre sind die Bademeister morgens um 8 losgezogen und haben den Strandbereich von Zigarettenkippen, Joghurtbechern, Getränkedosen und anderen Hinterlassenschaften der Badegäste befreit. Muscheln, tote Krebse und anderes Meeresgetier am Flutsaum blieb weitgehend liegen. Angeschwemmte tote Fische, Vögel und größere Teile von Fischernetzen etc. wurden einzeln nach Bedarf mit einem alten Unimog (Cabrio) entsorgt.
Um das Jahr 2000 wurde die technische Abteilung der Kurverwaltung auf ein Strandreinigungsgerät aufmerksam. Das Gerät war zum “Spottpreis” um die 120.000,- Euro zu haben, macht den Strand blitzsauber und spart obendrein noch ordentlich Arbeitsstunden ein.  Der Anschaffung konnten kaum noch Argumente entgegengesetzt werden. Dann war das Ding da – mmmh… besser wäre natürlich noch eine passende Zugmaschine – gesagt getan. Die Insulaner sind sehr auto- und technikverliebt, weshalb gegen einen neuen passenden Trecker (4 Rückwärtsgänge!) eigentlich auch nichts zu sagen war. Als der neue Trecker dann auf der Insel war, stellte man fest, daß er durch seine enorme Höhe gar nicht mehr in die große Garage der Technischen Dienste Norderney (TDN) paßte (die ehemaligen Flugzeughallen am Hafen).  Egal – er wurde also anderweitig untergebracht.
Mit Anfang der Saison begann das neue Kapitel der Strandreinigung auf Norderney. Unimog und Strandreinigungsmaschine liefen gut. Die Einsatz zur Reinigung fanden um 6.00 Uhr statt, niemand fühlte sich von den riesigen Maschinen am Strand gestört. Der Strand war blitzsauber, die Maschine hinterließ ein Rechenmuster – ähnlich wie dem eines japanischen Zen-Gartens. Neben dem Zivilationsmüll der Kurgäste und Schiffsbesatzungen wurden auch gleich die alten Muschelschalen und Krebsreste weggereinigt. Die Fahrer der TDN und die Verantwortlichen der Stadt- und Kurverwaltung waren zufrieden. Zunächst hat auch niemand gemerkt, daß nun am Strand was fehlt – als Insulaner guckt man eh nicht mehr so genau hin. So ab Juli wurden die ersten Stimmen laut, die beklagten, daß am Norderneyer Strand gar keine Muscheln mehr zu finden seien – Nörgler gibt es aber immer!
Das größere Problem stellte sich für die Stadtoberen aber bei der Entsorgung des gesammelten Strandmülls. Zuvor war durch das per Hand vom Menschen Einsammlen eine relativ kleine Menge als Restmüll zu entsorgen. Die Maschine macht den Strand klinisch rein, neben Muscheln, Krebsschalen, toten Fischen, fiel zusätzlich eine ordentliche Menge Sand an “so genau kann man das halt nicht trennen”. Die Entsorgung des Mülls wird nach Gewicht bezahlt, die Überreste vom Strand, das Sand-Muschel-Müllgemisch, ist Restmüll pro 100 Kilo kostet dieser 18,- Euro zahlbar an die Firma Beekmann, die das Müllmanagment für den Landkreis Aurich übernommen hat. Zunächst fiel dies niemandem auf.  Als der Kämmerer allerdings Monatsrechnungen in Tausenderhöhe an den Landkreis bzw. die Firma Beeckmann überwies, wurde ihm die Sache zu heiß.  Er schaltete die Vorgesetzten ein. Auch hier keine Lösung. Schließlich wurde die Maschineneinstellung so verändert, das der “Restmüll” gesammelt und noch mal gesiebt wurde – der Sand bleibt damit am Strand und verursacht damit keine Entsorgungskosten mehr. Das macht zwar mehr Arbeit, aber letzlich hat man ja ordentlich Arbeitsstunden eingespart – da muß man durch.
Die letzten Wochen, in denen die Maschine nicht an den Strand darf, haben aber gezeigt, daß ein sauberer Strand nicht unbedingt ein schöner Strand ist. Das Spazieren am Flutsaum macht wieder Spaß, man sieht, daß das Meer lebt. Muschel, Fische, Krebse, Algen, Seesterne, Tintenfischtuben, altes Holz und vielleicht auch ein kleiner Bernstein machen halt den Unterschied zum Center Park.
Dieser Bericht wurde auf Blogger veröffentlicht und ist durch die Einstellung des FTP Uploads im April 2010 nun auf unserem WordPress Blog online. Verantwortlich für Text und Inhalt im Sinne des Pressegesetzes ist der Norderney-Zimmerservice, Hans Vollmer, Langestraße 4, 26548 Norderney, Telefon 04932/3371, norderney-zimmerservice@gmx.de

Suchwörter für diesen Artikel:

Kurtaxe auch für Hunde?

Für den Urlaub mit Hund ist Norderney ein idealer Ort. Es gibt zwei Strände, die Spaziergängern mit Hund offen stehen – besonders für Hunde aus der Stadt ein Paradies zum Laufen, Riechen und Entdecken. Viele Ferienwohnungen bieten auch Waldi ein Zuhause auf Zeit – nichts scheint dem gelungenen Urlaub mit Hund auf Norderney entgegen zu stehen. Wenn allerdings Hundehalter und Nicht-Hundehalter aufeinander treffen gibt es oft reichlich Diskussionsstoff. Wie immer im Leben sind zu wenig Toleranz, aber auch zu wenig Kompromissbereitschaft Gründe für Streitereien. Nach Aussagen der Kurverwaltung betreffen die meisten der eingehenden Beschwerden auf Norderney alles rund um den Hundekot. Die Hinterlassenschaften der Vierbeiner werden von den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Kurverwaltung professionell entsorgt. Anfang 2000 wurde sogar ein extra Hundekotentsorgungsfahrzeug gekauft. Die Beseitigung der Hundehaufen bleibt ein großes logistisches und finanzielles Problem für die Insulaner. Die anteiligen Kosten für das “Hundekotmanagment” laufen davon. Der Kurdirektor stellte den politischen Gremien ein Beispiel aus den Neuen Bundesländern vor: Auf Rügen wird für Hunde Kurtaxe genommen, begründet wird dies damit, dass die Reinigung besser und deshalb teurer sein muss, als in Kommunen, die nicht vom Tourismus leben. Die seit 2009 geltende Kurtaxordnung auf Binz sieht vor, daß Hundebesitzer pro Tier und Tag 0,50 € Kurtaxe zu entrichten haben.  Die Hundekurtaxe fand auf Norderney bei den politisch Verantwortlichen zunächt keine Zustimmung, ist allerdings noch nicht ganz vom Tisch.
Dieser Bericht wurde auf Blogger veröffentlicht und ist durch die Einstellung des FTP Uploads im April 2010 nun auf unserem WordPress Blog online. Verantwortlich für Text und Inhalt im Sinne des Pressegesetzes ist der Norderney-Zimmerservice, Hans Vollmer, Langestraße 4, 26548 Norderney, Telefon 04932/3371, norderney-zimmerservice@gmx.de

Suchwörter für diesen Artikel:

Newsletteranmeldung:

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein:


Webcam
Bild zum Sonntag
Jeden Sonntag veröffentlichen wir ein Bild von der Insel, falls Sie ein schönes haben - mailen Sie uns - norderney-zimmerservice@gmx.de
.