Archiv für Juni 2010
Silvesterball ab sofort buchbar
Silvester auf Norderney:
Foto Staatsbad Norderney – Silvesterball 2009/10
Auf Norderney ist die Nachfrage nach einem Urlaub über Silvester in den letzten Jahren stetig gestiegen. Ferienwohnungen und Hotelzimmer werden meist schon ein Jahr im Voraus gebucht. Besonders große Wohnungen mit ausreichend Platz in der Küche und die selten angebotenen Ferienhäuser werden spätestens im Frühsommer reserviert. Plätze in Restaurants sind bereits jetzt Mangelware. Die “Weiße Düne” hat stark limitierte Plätze, andere Restaurants bieten Menüs an und vergeben die letzten Tische spätestens kurz vor Weihnachten. Die Kurverwaltung bietet in Zusammenarbeit mit den Pächter des Kurpalais nach dem Erfolg des letzten Jahres wieder einen großen Silvesterball in stillvollem Ambiente an. Der Preis von 140,- € ist für Essen, Unterhaltungsprogramm und Getränke mehr als gerechtfertigt. Seit gestern kann man die Karten für den Silvesterball reservieren. Nun ist die Zeit seinen Silvesterurlaub auf der Insel zu planen!
Kartenreservierung – Ferienwohnungen:
Mehr Bilder vom Silvesterball 2009/2010
Ferienwohnungssuchmaschine Silvester 2010
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Schlickdreieck, Gaswerksgelände
Auf Norderney haben die Insulaner eigene Rückzugsgebiete – hier sind sie unter sich. Dies können Vereine aber auch bestimmte Plätze sein. Auf der Insel gibt es zum Beispiel Orte mit den wenig anmutenden Namen “Schlickdreieck” und “Gaswerksgelände”. Das Kleingartengebiet östlich der Lüttje Legde ist auf dem Gebiet des ehemaligen Gaswerkes entstanden, daher der Name.
Das Schlickdreieck ist dem Wattenmeer abgetrotzt. In beiden Kleingartengebieten sind kleine Männerparadiese mit Zapfanlage, leistungsfähigem Kühlschrank, gemauertem Grill und Sat-Fernsehen enstanden. Zu einem ordentlichem Kleingarten gehört auf der Insel auch ein Fahnenmast, an dem die Vereinsfahne hängt. Im Schlickdreieck dominiert Werder Bremen vereinzelt sieht man auch Fahnen vom BVB, dem HSV, Arminia Bielefeld und Bayern München. Zum gestrigen WM Spiel dominierte schwarz-rot-gold.
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Spaten und nicht nur den Garten
Auf Norderney fand gestern Abend die öffentliche Werks-auschusssitzung des Technischen Dienstes Norderney (TDN) statt.
Die TDN ist durch die Kommunalisierung des Niedersächsischen Staatsbades entstanden. Die Politik und Kommune mußten ein Auffangbecken schaffen, das die insularen Arbeitnehmer übernimmt und sicherstellen, daß die notwendigen Aufgaben auch in Zukunft zufriedenstellend geleistet werden. Im Rückblick scheint es geradezu wahnwitzig, daß eine Insel mit 6000 Einwohnern und 20000 Gästebetten zuvor zwei völlig autarke (den Küstenschutz nicht mit eingerechnet) Bauhöfe, Fuhrparks etc. unterhalten hat.
Allein die Unterscheidung, ob ein Blummenbeet oder Rasen zur Stadt Norderney oder zum landeseigenen Betrieb Kurverwaltung gehört, hat wahrscheinlich mehrere Abteilungsleiter beschäftigt. Diese sozialistisch anmutenden Verhältnisse gehören der Vergangenheit an. Die TDN hat alle Bauhöfe und Werkstätten vereinigt. Heute arbeiten 52 Angestellte und 2 Azubis als Dienstleister für das Staatsbad und die Stadt Norderney. Die TDN rechnet jede Arbeitsstunde mit 35,20 € ab. Der diesjährige Verlust von 40000,-€ hat mehr kalkulatorischen Charakter – er wird von Stadt und Staatsbad aufgefangen.
Fazit ist, daß die geleistete Arbeit im Unterhalt der Parks und der Strände ein touristisches Muss darstellt und zur vollsten Zufriedenheit aller Insulaner ausgeführt wird. Gestern wurde mal der Spaten und nicht nur der schöne Garten gesehen.
Aktionärsversammlung
Eine Frisia-Fähre über die Toppen geflaggt auf dem Weg von Norderney nach Norddeich – hier wird es feierlich. Leer fährt sie zum Festland, um die dort wartenden Gäste abzuholen. Grund für die festliche Dekoration ist die auf Norderney stattfindende Hauptversammlung der AG Reederei Norden-Frisia. Die Aktiengesellschaft wird in der dritten Generation von der Familie Stegmann geführt, die auch Hauptaktionär ist. Die übrigen Aktien teilen sich viele Kleinaktionäre, die im allgemeinen ihre Aktie nicht verkaufen sondern vererben. An der Bewirtung zur Hauptversammlung liegt das nicht: sie besteht jedes Jahr aus einer dünnen Suppe. Den Aktionär locken vielmehr dicke Gewinne, die Aktie gilt als ein sicheres Papier zur Daueranlage.
Jetzt hat sich der derzeitig Vorstand allerdings auf ein neues Feld gewagt, für ein 140 Jahre altes Traditionsunternehmen schon eine kleine Ungeheuerlichkeit.
Mit der Gründung der FRI KING GmbH möchte die Frisia im Bereich der Offshore Energie die gesamten Transferleistungen für Personal und Ladung übernehmen. Neben dem Linienverkehr nach Juist und Norderney, dem Ausflugsverkehr von Norddeich, Juist, Norderney und Greetsiel, dem Flugverkehr und den Seebestattungen soll es die ertragsstärkste Sparte im Frisia Konzern werden.
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Kleine Sommer(sturm)flut
Hohe Flut auf Norderney
Auf Norderney gab es diese Wochenende eine kleine Sturmflut. Der Pegel war 65 Zentimeter über Normal – im Herbst oder Winter würde das gar nicht auffallen, im Frühjahr und Sommer bedeutet es allerdings viel Arbeit. Alle Strandkörbe, die im Überflutungsgebiet stehen, müssen gesichert werden. Nach einer Wetterbesserung werden die Körbe dann wieder auf dem Strand verteilt. An allen Badefelder der bewachten Strände weht auch heute noch die Rote Flagge – Baden verboten. Für den Strandspaziergänger ist die Zeit nach einer Sturmflut immer ganz besonders interessant, Netze, Eimer, Milchtüten mit merkwürdigen Schriftzeichen, Holz, Prikken usw. liegen im Flutsaum. Vor noch nicht allzu langer Zeit fand man am Strand jede Menge Zivilisatiosmüll (Kühlschränke können schwimmen!) durch strenge Kontrollen in den Häfen und dem “Marpol Abkommen”, das am 31.12.1988 in Kraft getreten ist, ist der Strand sauberer geworden. Schiffe müssen nun ein Mülltagebuch führen und somit dokumentieren, das nichts über Bord geht.

