Archiv für Juli 2010
Hochsaison
Auf Norderney herrscht seit Samstag die Spitzenzeit der Hochsaison. Hotelzimmer und Ferienwohnungen sind belegt – vereinzelt freie Unterkünfte zu finden gleicht der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Die Geschäfte haben durchgehend geöffnet und es kann passieren, dass der Fahrradverleih keine Räder mehr hat. Insgesamt ist die Insel gut auf die Situation vorbereitet, schließlich kehrt sie jährlich wieder. Der Norderneyer orientiert sich bei der Information über die Auslastung der Insel am Parkplatz: Sicheres Zeichen für die absolute Hochsaison ist die Nutzung des sogenannten “Überlaufparkplatz”, es handelt sich dabei um das üblicherweise freie Rasenstück neben dem Parkplatz C Richtung Hafen. Wenn dieser Abschnitt mit Autos besetzt ist heißt es: Nichts geht mehr.
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Bild zum Sonntag | Sonnenuntergang Juist
Das Norderneybild zum Sonntag:
Mutter und Kind blicken zum Sonnenuntergang von einer Buhne nach Juist
Martin Schmidt, Gardelegen
aufgenommen am 26.10.2004 um 17.51 Uhr, Buhnenkopf am Weststrand von Norderney
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Muttis Ruh
Gestern wurde auf Norderney der Kinder- und Jugendpark “Kap Hoorn” eröffnet.
Insgesamt wurden auf dem Gelände zwischen Mühlen- und Marienstrasse ca. 600.000,- € investiert. Die Kosten wurden zu 1/3 von der Stadt Norderney, zu 1/3 vom Staatsbad und zu 1/3 durch Fördermittel bestritten. Entstanden ist ein Indoorspielplatz und ein großzügiger Aussenbereich mit diversen Kletter- und Spielgeräten. Im südlichen Bereich steht eine Halfpipe und eine asphaltierte Fläche für Skateboarder und Inliner zur Verfügung. Im Eingangsbereich gibt es einen Kiosk und öffentliche Toiletten sowie Picknick-Plätze mit einem größeren Rundgrill. Mit diesem Freizeitangebot für Kinder hat Norderney eine weitere Möglichkeit geschaffen, an Tagen ohne “Strandwetter” mit Kindern etwas zu erleben. Der Eröffnung vorangegangen war ein öffentlicher Aufruf zur Namensfindung, am orginellsten war der Vorschlag “Muttis Ruh”, entschieden hat man sich aber für “Kap Hoorn” – auf diesem Gelände befand sich fast 10 Jahre lang die Ponyranch “Kap Hoorn”.
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Heiliger Rasen
Kurplatz Norderney statt Wembley
Für die Insulaner ist er der heilige Rasen – der Rasen auf dem Kurplatz. In den Sechzigern und Siebzigern war es eine echte Mutprobe den Rasen zu betreten. Nur die Allermutigsten sind von den Arkaden rüber zum Musikpavillon gerannt und dann in Richtung Rosengarten verschwunden. Dieser Lauf war die Aufnahmeprüfung für etliche Banden Norderneyer Kinder. Dafür, dass der mit viel Aufwand gehegte und gepflegte Rasen nicht betreten wurde, hatte ein Aufseher der Kurverwaltung zu sorgen, zu seinen Qualitäten gehörte nicht nur Unnachgiebigkeit sondern – leider – auch Schnelligkeit. Glücklicherweise haben sich die Zeiten geändert. Der Kurplatz ist durch seine an dem historischen Orginal orientierte Rekonstruktion wiederbelebt worden. Dazu gehört neben den neu angelegten Wegen und vielen Sitzbänken auch der Rasen. Während des Kurkonzertes wird das Fußballspielen nicht geduldet, sonst allerdings toleriert. Ein Glück!
Free Harry
Der Schweinswal “Harry” ist zwischen Norderney und Juist freigelassen worden. Das verirrte Jungtier hielt sich seit Sonntag im Watthafen Harlesiel auf. Der ungefähr ein Meter große Meeressäuger machte einen geschwächten Eindruck und wurde deshalb am Dienstagabend zur Seehundaufzuchtsstation nach Norddeich gebracht. Nach der Untersuchung stellte man fest, daß Harry in einem guten Zustand ist, anscheinend hat er schlicht den Weg aus dem Watthafen zur Nordsee nicht mehr gefunden, er wurde noch am selben Abend in dem Seegebiet westlich von Norderney in die Freiheit entlassen.




