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Ole West – Botschafter der Seemannsmission
Norderney

Das war selbst für ihn eine Überraschung: Unverhofft wurde Ole West zum Botschafter der Deutschen Seemannsmission ernannt. Der Künstler Ole West stammt aus Wedel bei Hamburg und ist nach 25-jährigem Leben auf der Insel Norderney 2008 wieder in seine Heimatstadt gezogen. Auf Norderney lebte er lange etwas abgeschieden in dem “blauen Haus” am Abzweig Weiße Düne Leuchtturm. Durch seinen typischen Stil und eine geschickte Vermarktung ist es ihm gelungen so etwas wie ein Markenzeichen zu werden. Seine Leuchttürme, die auf alten Seekarten gemalt werden sind mittlerweile über Deutschland hinaus bekannt. Durch seine maritime Motivwahl repräsentiert er bestens die Welt der Seeleute .
Deutsche Seemannsmission:
Die Deutsche Seemannsmission e.V. (DSM German Seaman’s Mission) ist eine christliche Sozialeinrichtung für Seeleute. Die Deutsche Seemannsmission betreibt Stationen in 17 deutschen Städten und 20 Städten außerhalb Deutschlands mit über 700 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Ihren Hauptsitz hat sie in Bremen. Sie ist in der International Christian Maritime Association organisiert und besteht seit 1898. Ziele der Mission sind das Anbieten eines Anlaufpunkts für in- und ausländische Seeleute in den Häfen sowie Seelsorge und das Entgegenwirken gegen die soziale Isolierung der Seemänner. Sie ist dabei besonders der evangelischen Kirche verbunden.
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Vorweihnachtszeit
Norderney – Konzert – Haus der Insel

Einen insularen Höhepunkt der Vorweihnachtszeit stellt das mittlerweile 13. Konzert im Haus der Insel statt. Das Konzert geben die Orchesterklassen und Bands sowie die RAP AG der KGS Norderney, gespielt wird mehr oder weniger (mehr!) weihnachtliches. Insgesamt waren dieses Jahr 220 kleine Insulaner auf der Bühne zu hören. Rund um das Haus der Insel gab es kaum noch Parkplätze, da zu jedem Kind mindestens ein bis zwei Zuhörer garantiert sind.
Reino Meester (u.a. Musiklehrer) organisiert und dirigiert mit Hilfe von U. Hagen, K. Solaro und M. Waskowiak gekonnt den schönsten Adventsnachmittag der Vorweihnachtszeit auf der Insel. Die Schüler haben sichtlich Freude am Spielen in der Gruppe, die freiwillige Teilnahme in mindestens einem Orchester ist Usus, allein das Windorchester hat 72 Mitglieder. Reino Meister hatte bei den diesjährigen Proben allerdings ein kleines Autoritätsproblem. Er wollte nach mehreren Jahren den Polarexpress aus dem Programm nehmen – die Mitglieder des Windorchesters rebellierten und bestanden auf das Lied, das sie wieder gekonnt und eindrucksvoll vorführten.
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Cool Altern
Norderney – Cool Altern
Die Altersdiskriminierung wird Aufgrund der zunehmenden Vergreisung der Bevölkerung immer mehr zum Thema. Gerrit Bartels Redakteur des Berliner Tagesspiegels geht auf eine nostalgiefreie Zeitreise indem er sich in der Volksbühne ein Konzert mit Thurston Moores anschaut. Thurston Moores ist bis vor kurzem Lebens- und Bandpartner von Kim Gordon gewesen, Kim Gordon (mittlerweile 58) ist Leadsängerin der Sonic Youth. Im Vorprogramm des Konzertes legte Jochen Arbeit (Gitarrist der Einstürzenden Neubauten) Musik auf.
Anerkennend vermerkt Bartels, daß die anderen Konzertbesucher zwischen 35 und 55 sind, trotzdem aber cool. Ein typischer Fall von Altersdiskriminierung!
Auf Norderney ist es wie im Rest von Deutschland. Es gibt Berufsjugendliche und solche die in Würde altern. Trost für alle ist, daß die allgemeine Lebenserwartung steigt und die Alternative des Alterns eigentlich keine Alternative ist.
Älter werden ist und war halt nix für Feiglinge. Auf Norderney versuchen zur Zeit die Entwickler Bergmeyer und Schwerdt (Kapitänshäuser, Düsseldorfer Hof) eine altersgerechte Wohnsiedlung zu bauen. Bislang sind sie mehrmals am Bauausschuss der Insel gescheitert.
Erschwerend kommt hinzu, daß die Planung davon ausgeht, daß alle die jetzt 55 sind eine heimelige Friesenstube in Blau/Weiß mit Ohrensesseln wünschen, von Kim Gordon ist weit und breit keine Spur.
Wir melden uns kurz nach Gomera ab, dort gibt es in den Szenekneipen eine ordentliche Plusbrillenauswahl und jeden Moment könnte Kim Gordon durch die Tür kommen.
Von Altersdiskriminierung ist nichts zu spüren.
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Hoffmanns Hotel Chaim Bar-Tikva
Norderney – Heinz Hoffmann / Chaim Bar-Tikva
Am 19. November starb der letzte ehemalige Einwohner Norderneys mit jüdischem Glauben der den Holocaust überlebt hat. Er gelang als Heinz Hoffmann 1939 illegal und bei Nacht nördlich von Haifa an den Strand und entging somit dem Grauen in Deutschland und Europa. Er nahm 1949 den hebräischen Namen Chaim Bar-Tikva an. In einer Pressemitteilung der Stadt Norderney (www.stadt-norderney.de) wird in einem Nachruf das letzte lebende Mitglied der jüdischen Gemeinde Norderneys vor der Verfolgung und somit Zeitzeuge jüdischen Lebens auf der Insel geehrt. Chaim Bar-Tikva starb im Alter von 95 Jahren in Israel.
Lesetipp:
Ingeborg Paulhuhn, Zur Geschichte der Juden auf Norderney, Igel verlag Oldenburg, ISBN 3-89621-176-5
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Helau
Viele unserer Gäste sind ja immer sehr erstaunt uns am Rosenmontag telefonisch zu erreichen. Wir stellen uns vor: sie selbst werden während Ihres Anrufs von allen Seiten mit stimmungsvoller Musik beschallt und haben sich den Weg zum Telefon durch ein Meer von verkleideten Narren und Narralesen frei gekämpft. Gestern wurde mal auf Norderney durch verkleidete und singende Menschen die Arbeitswelt lahmgelegt. Lautes Singen “Martinus Luther war ein Christ…” und gebrüllte Süßigkeiten-Forderungen der Kindermassen führten dazu, dass unsere telefonische Auskünfte nicht mehr zu verstehen waren. Hier ist das Bild dazu:

