Artikel-Schlagworte: „Ostfriesische Inseln“
Teek
Teek – Norderney Nordsee
Nach so einem Sturm mit viel Wind und viel Wasser ist die gestrige Ruhe am Strand fast unvorstellbar. Weite Sicht, saubere Luft – Norderney im November.
Ein Problem nach einer Sturmflut ist das Teek. Als Teek wird Treibgut aus Pflanzenresten bezeichnet, diese werden permanent in kleinen Mengen an den Strand gespült. Nach starken Stürmen ist der Flutsaum voll davon. Der Teekanfall ist in den letzten Jahren stark angestiegen, vermutet wird daß dafür der Rückgang der traditionellen Bewirtschaftung des Deichvorlandes im Nationalpark Wattenmeer verantwortlich ist. Im Nationalpark darf das Deichvorland nicht mehr mit Tieren bewirtschaftet werden.
Bis vor einigen Jahren wurden die Pflanzenreste auf Norderney einfach in den Dünen entsorgt, dies führt zur Zerstörung der angestammten Flora. Nun wird das Teek kostenpflichtig entsorgt, zu Lasten der Kurverwaltung und des NLWKN.
Ein weitaus größeres Problem stell Teek für die festländischen Deichverbände dar, tausende Kubikmeter Teek müssen ständig und unmittelbar vom Deichvorland entfernt werden, die breite Matte aus totem Pflanzenmaterial erstickt die Grasnarbe der Deiche. Logistisch und finanziell ist dies sehr aufwändig.
Teek/Treibsel:
Als Treibsel wird das auf der Meeresoberfläche schwimmende Treibzeug (z.B. Holz, Busch, Gras, Schilf, Tang, Stroh, Abfälle) bezeichnet. Es wird durch Wellen und auflandigen Wind an die Insel- und Festlandsküsten getrieben und dort als Auswurf des Meeres mitunter in großen Mengen am Fuß der Stranddünen und an den Deichen abgesetzt. An der Marschenküste angeschwemmtes Treibsel ist für die Grasnarbe des Deiches sehr nachteilig, weil diese unter der Treibseldecke erstickt und dann durch Unkräuter ersetzt wird. Außerdem können tierische Schädlinge, vor allem Mäuse, dort Unterschlupf finden. Daher muß das Treibsel unverzüglich beseitigt werden (Kompostierung, Deponierung oder Verbrennung). Treibselwirksame erhöhte Tiden treten ab einem Wasserstand von rd. 0,50 m über MThw auf.
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Küstenschutz
Ein paar Baumaschinen warten noch auf ihre Abholung aber alles ist doch noch rechtzeitig vor den Herbst- und Wintersturmfluten fertig geworden. Der Januskopf und die untere Promenade sind instandgesetzt, auf der 400 Meter langen Strecke zwischen Januskopf und Café Cornelius wurden die ca. 90 Jahre alten unteren Teile des Deckwerks saniert und der obere Bereich komplett neu aufgebaut. Die Arbeiten haben in der Saison dazu geführt, dass es in diesem Bereich ziemlich ungemütlich war. Während sturmflutgefährdeter Zeiten sind solche Arbeiten jedoch nicht zu machen .
Insgesamt rund 300 Millionen werden für den Schutz der Inseln ausgegeben, der Bedarf auf Norderney ist mit mehr als 100 Millionen Euro besonders hoch. Dieses Geld kommt aber nicht nur den Insulanern zugute – die Inseln sind wichtiger Bestandteil des Küstenschutzsystems für die Festlandsküsten weil sie quasi als vorgelagerte Wellenbrecher wirken.
Die kontinuierliche Erhöhung der Deiche gibt den Insulanern Sicherheit, nimmt ihnen aber auch viel von der Seesicht: als Kind konnte man noch vom Denkmal aus das Meer sehen, heute gibt es sogar in der Kaiserstrasse keinen Seeblick mehr für die frühstückenden Gäste.
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Katwarnsystem
Norderney – Katastrophenwarnsystem
Auf Norderney und im Landkreis Aurich wird zur Zeit ein Katastrophenwarnsystem getestet. Am 1. März ist auch in Frankfurt am Main die Pilotphase gestartet. Auf der CeBIT in Hannover fand der Stand des Fraunhofer Institutes mit dem KATWARN System großes Interesse, es ist vorgesehen das System für ganz Deutschland einzuführen.
Im Landkreis Aurich, Leer, Wittmund und der kreisfreien Stadt Emden ist das System bereits letzten September in Betrieb gegangen. Ziel des KATWARN Systems ist es, bei Katastrophenfällen die betroffenen Einwohner zusätzlich zu den allgemeinen Informationen der Polizei und Feuerwehr über Radio postleitzahlgenau und direkt über SMS und E-Mail zu informieren.
Die Warnungen erfolgen von der Feuerwehrleitstelle in Abstimmung mit der Katastrophenschutzbehörde. Die versendeten Mitteilungen enthalten Informationen über die anstehenden Gefahr (Sturmflut, Orkan, Großbrand etc.) und Verhaltensempfehlungen. Falls die Handynetze überlastet sind haben die KATWARN Meldungen Vorrang vor anderen Nachrichten und Gesprächen – sie haben Blaulichtfunktion.
Link zur Anmeldung beim Landkreis Aurich
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1000 Places To See Before You Die
Norderney ist der 1001 Platz!
1000 Places To See Before You Die heißt ein internationaler Bestseller aus den USA den es auch auf deutsch gibt. Auf 950 Seiten werden die touristischen Highlitghts von Europa, Afrika, dem Nahen Osten, Asien, Australien und den Pazifischen Inseln, den Vereinigten Staaten und Kanada, Lateinamerika und der Karibik inklusive den Bahamas und Bermudas vorgestellt.
Deutschland ist mit dem Brenners Park Hotel in Baden Baden, dem Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn, dem Heidelberger Schloß, dem Bodensee, der Stadt Bamberg, dem Schloß Neuschwanstein, dem Oktoberfest in München, Berlin, dem Rheintal, Lübeck mit der Altstadt und der ehemaligen Walfanginsel Sylt vertreten.
Da das gesamte Autorenteam aus den USA stammt ist der kleine Fehler verziehen – natürlich gehört Norderney auch zu den Plätzem in Deutschland die man gesehen haben muß. Auf Norderney selbst gibt es darüberhinaus Plätze, die umbedingt während eines Urlaubs besucht werden müssen:
Das Wattenmeer im Sommer bei Tagesanbruch, das Wrack am Inselende, die Strandsauna am FKK Strand, die Weiße Düne nach einem Oktoberspaziergang, das Inselkino im Kurtheater bei den Filmfestspielen, die Bar im Konversationshaus zum Aperitiv, die Milchbar zum Sonnenuntergang usw. usw. usw.
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Inselzuschlag
Norderney – Porto
Das Leben auf einer Insel ist in den letzten Jahren immer angenehmer geworden. Kabelfensehen und Internet lassen einen fast vergessen, daß man nicht immer überall hin kann.
Seit ebay gibt es auch immer mehr Händler, die sich auf das Internet spezalisiert haben. Mit Zalando, Amazon, brands4friends und dem vielfältigen Angebot der traditionellen Versandgeschäfte treten keine Versorgungslücken auf. Die Zunahme des Versandhandels und die Privatisierung der Post hat zu viel Konkurrenz bei den Packetzustellern geführt. In aller Regel ist dies ja nicht schlecht, für die deutschen Inseln stimmt dies allerdings nicht.
Nun muß man immer in das Kleingedruckte – die Bestellbedingungen schauen. Manche Anbieter versenden gar nicht auf die Insel, andere nehmen einen gepfefferten Aufschlag – den Inselzuschlag. Die Post (dhl) und hermes unterscheiden bei den Gebühren nicht zwischen der Insel und dem Festland, aufpassen muss man bei dpd und ups, dort sind die Inselzuschläge tatsächlich gesalzen! Viele Insulaner geben inzwischen, wenn es nicht anders geht – eine festländische Adresse von Freunden an und nehmen dann die Sendung beim nächsten Ausflug auf das Festland mit.
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