Artikel-Schlagworte: „Ostfriesische Inseln“

1000 Places To See Before You Die

Norderney  ist der 1001 Platz!

1000-places-to-see-before-you-die1000 Places To See Before You Die heißt ein internationaler Bestseller aus den USA den es auch auf deutsch gibt. Auf 950 Seiten werden die touristischen Highlitghts von Europa, Afrika, dem Nahen Osten, Asien, Australien und den Pazifischen Inseln, den Vereinigten Staaten und Kanada, Lateinamerika und der Karibik inklusive den Bahamas und Bermudas vorgestellt.

Deutschland ist mit dem Brenners Park Hotel in Baden Baden, dem Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn, dem Heidelberger Schloß, dem Bodensee, der Stadt Bamberg, dem Schloß Neuschwanstein, dem Oktoberfest in München, Berlin, dem Rheintal, Lübeck mit der Altstadt und der ehemaligen Walfanginsel Sylt vertreten.

Da das gesamte Autorenteam aus den USA stammt ist der kleine Fehler verziehen – natürlich gehört Norderney auch zu den Plätzem in Deutschland die man gesehen haben muß. Auf Norderney selbst gibt es darüberhinaus Plätze, die umbedingt während eines Urlaubs besucht werden müssen:

Das Wattenmeer im Sommer bei Tagesanbruch, das Wrack am Inselende, die Strandsauna am FKK Strand, die Weiße Düne nach einem Oktoberspaziergang, das Inselkino im Kurtheater bei den Filmfestspielen, die Bar im Konversationshaus zum Aperitiv, die Milchbar zum Sonnenuntergang usw. usw. usw.

 

 

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Inselzuschlag

Norderney – Porto

paket inselDas Leben auf einer Insel ist in den letzten Jahren immer angenehmer geworden. Kabelfensehen und Internet lassen einen fast vergessen, daß man nicht immer überall hin kann.

Seit ebay gibt es auch immer mehr Händler, die sich auf das Internet spezalisiert haben. Mit Zalando, Amazon, brands4friends und dem vielfältigen Angebot der traditionellen Versandgeschäfte treten keine Versorgungslücken auf. Die Zunahme des Versandhandels und die Privatisierung der Post hat zu viel Konkurrenz bei den Packetzustellern geführt. In aller Regel ist dies ja nicht schlecht, für die deutschen Inseln stimmt dies allerdings nicht.

Nun muß man immer in das Kleingedruckte – die Bestellbedingungen schauen. Manche Anbieter versenden gar nicht auf die Insel, andere nehmen einen gepfefferten Aufschlag – den Inselzuschlag. Die Post (dhl) und hermes unterscheiden bei den Gebühren nicht zwischen der Insel und dem Festland, aufpassen muss man bei dpd und ups, dort sind die Inselzuschläge tatsächlich gesalzen! Viele Insulaner geben inzwischen, wenn es nicht anders geht – eine festländische Adresse von Freunden an und nehmen dann die Sendung beim nächsten Ausflug auf das Festland mit.

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Nachteile für die Inseln

Die Zahl der Urlauber und Insulaner, die  per Flugzeug auf Norderney an- oder abreisen ist sehr klein. Eine umso größere Rolle spielt das Fliegen allerdings im Verkehr zwischen den Inseln. Mit dem Flugzeug von Norderney nach Wangerooge oder Borkum braucht man ungefähr 10 Minuten, mit Schiff, Auto und wieder Schiff ist man fast den halben Tag unterwegs. Noch viel wichtiger als für die Insel Norderney ist das Fliegen für Wangerooge, Juist und Borkum. Nach Wangerooge und Juist kommen sogar die meisten Gäste mit dem Flugzeug, nach Borkum viele, da die Überfahrt mit der Fähre unverhältnismäßig lange dauert. Daher trifft die von der Regierung geplante Einführung der Luftsteuer unsere Nachbarn ganz besonders hart. Bei der Planung der Abgabe von 13,- € pro Inlandsflug hat wahrscheinlich niemand an die Inseln gedacht. Der fünfminütige Flug von Harle nach Wangerooge kostet mit Zehnerkarte 30,- €, geflogen wird stündlich von 8.00 bis 18.00 Uhr. Nach den Plänen der Bundesregierung sind dafür dann 43,- € zu bezahlen, ähnlich sieht es auf Juist aus. Nach Protest der ostfriesischen Bundestagsabgeordneten (ausser Hoppe/GRÜNE), der Reedereien und Wirtschaftsverbände gab es bislang noch kaum Nachbesserungen im Gesetzesentwurf. Anfang nächster Woche treffen sich noch einmal die Staatssekretäre des Finanz- und Wirtschaftsministeriums, um über Ausnahmen zu beraten. Die Insulaner hoffen –  hier bedeutet Fliegen nicht Luxus, sondern Daseinsvorsorge.

Regionale Spezialitäten – Bohntjesopp

Klingt nach Bohnensuppe, schmeckt aber ganz anders: Auf Norderney begegnet man an allen (kulinarischen) Ecken der Bohntjesopp. Jetzt zur heißen Jahreszeit wird die ostfriesische Spezialität gerne in oder auf Vanilleeis serviert. Fast jeder erwachsene Norderneyer hat in seinem Leben wohl mindestens einmal eine Bontjesopp angesetzt, traditionell wird dies nach Bekanntwerden eines zu erwartenden “freudigen Ereignisses” vom Kindsvater übernommen. Rosinen, Kluntje und Branntwein, ein großes Gefäß – mehr braucht es nicht. Wenn dann nach der Geburt des Kindes Verwandte, Freunde und Nachbarn zum gratulieren auf “Puppvisit” vorbeischauen, gibt es Bohntjesopp für jeden. Das geht eigentlich nur bis zur Taufe aber weil das so gut schmeckt und auch auf Norderney nicht mehr so viele Kinder geboren werden wie früher einmal, sind die Regeln inzwischen weniger streng. Bohntjesopp gibt es das ganze Jahr über, mal im Eis, mal im Kuchen und natürlich zwischendurch ein Gläschen so, Gründe gibt es immer.

Bohntjekleine Bohne

BohntjeMörder, Verbrecher, Sprichwort: “bohntje krigd sin lohntje” (wenn ein Verbrecher seinen verdienten Lohn bekommt).

Sop – Schluck, Trank, Schnaps,

Aus dem Wörterbuch der Ostfriesischen Sprache, J. ten Doornkaat Koolmann, Herm. Braams Norden, 1884

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Welcher Seeman Liegt Bei Nanni Im Bett

So lernen die kleinen Insulaner auf Norderney wie die Inseln liegen. Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist, Borkum von Ost nacht West.
Jede der ostfriesischen Inseln hat einen eigenen Charakter und unterscheidet sich in Bevölkerung und Gästestruktur stark von den Anderen. Um gemeinsame Probleme besser zu lösen treffen sich in regelmäßigen Abständen die Inselbürgermeister und Kurdirektoren. Auch die Inselvorsitzenden des Deutschen Hotel und Gaststättenverbandes treffen sich zweimal jährlich auf einer Insel um gemeinsame Projekte zu besprechen. Kurz nach Ostern ist es wieder soweit. Treffpunkt ist diesmal Wangerooge, die östlichste Insel nördlich des Wangerlandes. In den letzten Kriegstagen durch einen Bombenangriff mit 500 Flugzeugen stark zerstört, nur 8 Quadratkilometer groß und mit 900 Einwohner eine der bevölkerungsärmsten der ostfriesischen Inseln. Auf Wangerooge haben die Insulaner das Problem die touristische Infrastruktur aufrecht zu erhalten, die Bevölkerungszahl nimmt ab – die Kinder gehen lieber auf das Festland. Letzte Saison hat ein Restaurant zugemacht – die anderen Restaurants mußten die Gäste mit übernehmen – was nicht einfach war. Durch die Pleite des örtlichen Getränkegroßhändlers vor zwei Jahren war die Getränkeversorgung kurzzeitig sehr teuer und schwierig. Immobilien lassen sich auch nur sehr schwer verkaufen. Mit Norderney verglichen geradezu utopische Verhältnisse.
Noch ein Spruch: Wangeroge hed en hoge Tor, Spiekeroge hed sin nam ferlorn, Langeoge is noch wat, man Baltrum is ´n Sandfat, up Nörderne, dar gift noch wol ´n slef ful bre, man kamen wi up Jüst, dar sünt alle kojen güst, un kamen wi up Börken, dar steken s èn mit förken.
Dieser Bericht wurde auf Blogger veröffentlicht und ist durch die Einstellung des FTP Uploads im April 2010 nun auf unserem WordPress Blog online. Verantwortlich für Text und Inhalt im Sinne des Pressegesetzes ist der Norderney-Zimmerservice, Hans Vollmer, Langestraße 4, 26548 Norderney, Telefon 048932/3371, norderney-zimmerservice@gmx.de

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Bild zum Sonntag
Jeden Sonntag veröffentlichen wir ein Bild von der Insel, falls Sie ein schönes haben - mailen Sie uns - norderney-zimmerservice@gmx.de
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