Artikel-Schlagworte: „Watt“
Fangstopp – Krabbenfischer
Norddeich – Esbjerg – Nordsee
Wenn wenige den Markt bestimmen ist dies meist für viele von Nachteil. Im Handel mit Krabben (Granat) ist das so. Rund 400 Erzeuger liefern ihre Krabben an lediglich 2 Großhändler ab, Heiploeg und Puul aus den Niederlanden. Die Krabbenfischer liefern ihren Fang ab und erfahren erst hinterher wieviel sie dafür bekommen. Der Preis wird diktiert. Momentan liegt er zwischen 1,27 und 1,50 € pro Kilo.
Die Krabbenfischer bräuchten allerding mindesten 3,- € um kostendeckend wirtschaften zu können. Erschwerend kommt hinzu, daß viele Fischer, die in den letzten Jahren “auf Scholle gegangen“ sind nun aufgrund des geringen Fangs ebenfalls Krabben fischen – es ist ein Überangebot entstanden, die Kühlhäuser sind voll. Die Fischer haben gestern einen vierwöchigen Fangstopp beschlossen und drohen nun mit der Blockade der Nordseehäfen. Ob dies was ändert bleibt abzuwarten.
Bericht NDR-Fernsehen über den Fangstopp
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Juistfähre auf Grund gelaufen
Norderney/Juist – Mitteilung der Wasserschutzpolizei:
Norddeich (ots) – Eine Personenfähre auf der Fahrt von Norddeich nach Juist ist gestern Abend gegen 20.00 Uhr (Samstag 16.10.10) mit rund 250 Passagieren im Wattenmeer festgelaufen. Erst mit Hochwasser heute Morgen (Sonntag 17.10.10) gegen 05.00 Uhr kam das Schiff aus eigener Kraft wieder frei und konnte seinen Weg bis zur Nordseeinsel fortsetzen. Alle Personen an Bord blieben unverletzt.
Ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizeistation (WSPSt) Norden zufolge war der starke Ostwind trotz Hochwassers verantwortlich für eine geringere Wassertiefe als sonst. Die Fähre lief planmäßig um 18.40 Uhr aus dem Hafen von Norddeich zu der rund 90-minütigen Passage aus. Offensichtlich hatte sie etwa sieben Kilometer vor dem Inselhafen in der Wattfahrrinne zu wenig Wasser unter dem Kiel und geriet auf Grund. Nach Angaben der Reederei bestand zu dem Zeitpunkt weder eine Gefahr für die Fahrgäste noch für das Schiff. Der 52 Jahre alte Kapitän fragte die Passagiere, ob sie an Bord bleiben oder mit einem anderen Schiff die Fahrt fortsetzen wollen. Bis auf neun Personen, die aufgrund von wichtigen Terminen mit einem Seenotrettungskreuzer auf die Insel gebracht wurden, entschieden sich alle anderen die Nacht auf dem Schiff zu verbringen. Das Schiffspersonal versorgte die unfreiwilligen Übernachtungsgäste aus der Bordküche mit Essen sowie Getränken und darüber hinaus mit warmen Decken. Am frühen Morgen erreichte die Fähre schließlich ihr ursprüngliches Ziel.
Ob und inwieweit die Personenfähre beschädigt wurde, ist noch unklar. Die Ermittlungen zu der Ursache der Havarie dauern an./wo
Zentrale Polizeidirektion, Pressestelle, Karsten Wolf, Sonntag 17.10.2010 | 15.08 Uhr
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Fernsicht
Kühlere Temperaturen und gelegentlicher Regen führen auf Norderney zu einer schönen Fernsicht. Im Norden der Insel kann man den Hochseeschlepper, der vor dem Ostbad liegt, gut erkennen. Von der Strandpromenade aus sieht man die Schiffe, die die Schiffahrtslinie von West- nach Ost befahren. Die Insel Juist liegt zum Greifen nah.
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Wie die Insulaner
Das Norderneyer Stadtarchiv verfügt noch über frühere Fahrpläne, wie zum Beispiel:
“Königlich Hannoversches Bade-Commissarisches Bade-Commissariat” für Norderney v. Bock-Wülfingen mit der Überschrift Seebad Norderney – Kurzeit 1863 – Uebersicht der Communicationsmittel zwischen der Insel und dem Festland. Hierin enthalten sind die Abfahrtszeiten von 4 Dampfschiffverbindungen (Bremer Dampfschiff “Roland” Geestemünde-Norderney; Emdener Dampfschiff “Kronprinzessin Marie” Emden-Norderney; Leerer Dampfschiff “Kronprinz von Hannover” Leer-Emden-Norderney; Fähr-Packetschiff Norddeich-Noderney) und die “Fahrpost von Hilgenriedersiel durch das Seewatt in 1 1/2 Stunde nach Norderney” in den Monaten Juli bis September, wobei mitgeteilt wird, dass die Abfahrt von Norderney 1 Stunde früher ist als von Hilgenriedersiel.Für die “Kurzeit 1865″ wird die “Abfahrzeit für die Wagen von Hilgenriedersiel bei niedriger Ebbe durch das Seewatt in 1 1/2 Stunden nach Norderney” vom 15. Juni bis 30. September angegeben. “Die regelmäßige Fahrpost führt vom 1. Juli an täglich einmal über Hilgenriedersiel resp. nach und von Norden (3 Stunden).” Für die Fahrt von Hilgenriedersiel nach Norden wurden demnach 3 Stunden gebraucht.Dann gab es noch den “Postanzeiger der Königlich Hannoverschen Post-Spedition Norderney z.B. vom “Sommer 1863″. Hierin werden in den ersten Spalten die Abfahrtzeiten der “Personenpost nach und von Norden über Hage” in den Monaten Juli bis September mitgeteilt. Die Transportdauer dieser Personenpost Norden-Hage/Hilgenriedersiel-Norderney wird mit 3 1/2 bis 4 Stunden angegeben.
Vor der Überfahrt nach Norderney, die nur zur Ebbezeit stattfinden konnte, wurde häufig im Gasthaus in Hilgenriedersiel eingekehrt. Das Gasthaus, das an ein landwirtschaftliches Gebäude angegliedert war, bot auch Platz für Gästezimmer, so dass hier auch übernachtet werden konnte.
Für die Pferde stand ein Pferdestall in einem Nebengebäude (direkt am Deich) zur Verfügung.
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Nur barfuß oder mit Gummistiefel
Norderney ist ca. 14 Kilometer lang, die Autostraße endet allerdings bereits bei Kilometer 10 am Parkplatz “Ostheller”, von hier bis zum Ende der Insel sind es noch 4 – 5 Kilometer. Am besten fährt man mit dem Fahrrad oder Auto bis zum Parkplatz “Ostheller” und beginnt dort dann die Wanderung. Diese Strecke läßt sich nur zu Fuß bewältigen, Radfahren ist hier nicht mehr möglich und auch nicht erlaubt. Für die Hinstrecke empfiehlt sich, am Strand zu gehen, zurück nimmt man dann den Wanderweg in der Inselmitte. Wer sich gut auskennt kann es auch andersherum versuchen, allerdings muß man genau wissen, wie die Dünen in der Höhe des Osthellers aussehen, sonst verpasst man den Einstieg. Im Sommer und Herbst kann man die oft nassen Streckenabschnitte auch barfuß gehen, im Winter und Frühjahr sind Gummistiefel am besten – das Wasser ist noch zu kalt. Ein markanter Punkt während der Wanderung ist die Postbake. Sie markierte als Sichtmarke vor der regelmässigen Schiffsverbindung den Endpunkt des Wattweges von Neßmersiel nach Norderney. Der Wattweg war die Hauptverbindung zum Festland für die Insulaner. Weiter im Osten liegt am Inselende das Wrack – südlich des Wracks ist eine Seehundkolonie beheimatet. Wer sich ruhig ans Wasser setzt, kann die erstaunliche Neugierde der Tiere erfahren. Von der Wasserkante auf Norderney bis zur Strandpromenade von Baltrum sind es ungefähr 500 Meter – man kann den Baltrumern zuwinken. Ein Handy und das Informieren des Vermieters sind Pflicht bei der kleinen Wanderung in den Osten der Insel. Falls man mal die Orientierung verloren hat, ist der Leuchtturm von Norderney eine gute Wegmarke, um zurück in die Zivilsation zu kommen. Etwas Proviant und Wasser einzupacken ist auch anzuraten. Man sollte mißtrauisch werden, wenn der Hinweg erstaunlich leicht – wie beflügelt – verläuft. Mit Pech bemerkt man erst bei der Umkehr am Wrack, dass einen ein kräftiger Westwind die ganze Zeit geschoben hat und der Rückweg wirklich Kalorien kosten wird. Für die gesamte Wanderung sollte man mit Pause 4 Stunden einplanen.



